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ADHS und Partnerschaft: Wie wirkt sich die Diagnose auf Beziehungen aus? – Interview mit Dr. Sabine Uez

ADHS betrifft nicht nur den Alltag der betroffenen Person, sondern auch die Beziehungen zu Partnern und Familienangehörigen. Doch wie genau wirkt sich die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung auf eine Partnerschaft aus? Um diese Fragen zu klären, haben wir mit der erfahrenen Ärztin Dr. Sabine Uez gesprochen, die sich auf die Behandlung von ADHS spezialisiert hat. Im Interview gibt sie wertvolle Einblicke, wie Paare mit den Herausforderungen umgehen können und welche Strategien helfen, eine gesunde Beziehung zu führen.

1. Was sind die häufigsten Herausforderungen für Paare, wenn einer der Partner ADHS hat?

*Frage*: Frau Dr. Uez, welche Probleme treten in Partnerschaften auf, wenn einer der Partner ADHS hat?
*Dr. Uez*: „Eine der größten Herausforderungen ist oft die Impulsivität und die Schwierigkeit, sich zu konzentrieren. Viele meiner Patienten berichten von Missverständnissen in der Kommunikation. Ein Partner fühlt sich möglicherweise vernachlässigt oder nicht gehört, während der andere schlichtweg Schwierigkeiten hat, seine Aufmerksamkeit zu fokussieren. Das führt häufig zu Spannungen. Zudem können ADHS-bedingte Verhaltensweisen, wie Vergesslichkeit oder Planungsprobleme, Konflikte in Alltagsdingen verursachen.“

2. Wie können Paare besser miteinander kommunizieren?

*Frage*: Welche Strategien empfehlen Sie, um die Kommunikation in solchen Partnerschaften zu verbessern?
*Dr. Uez*: „Es ist entscheidend, dass beide Partner Verständnis füreinander entwickeln. Der Partner ohne ADHS sollte versuchen, die Symptome und Verhaltensweisen des anderen nicht persönlich zu nehmen. Für den ADHS-Partner ist es hilfreich, klare Strukturen und Routinen zu schaffen. Ich rate oft zu kurzen, prägnanten Gesprächen und regelmäßigen Check-ins, damit beide Seiten sicherstellen können, dass sie sich verstanden fühlen. Es kann auch nützlich sein, professionelle Unterstützung in Form von Paartherapie oder Coaching in Anspruch zu nehmen.“

3. Welche Rolle spielt die Medikation bei der Verbesserung von Beziehungen?

*Frage*: Inwieweit kann eine medikamentöse Behandlung zur Verbesserung der Partnerschaft beitragen?
*Dr. Uez*: „Medikamente können in vielen Fällen sehr hilfreich sein, um die Symptome von ADHS zu lindern. Sie verbessern die Konzentrationsfähigkeit und Impulskontrolle, was sich positiv auf die Dynamik in der Partnerschaft auswirken kann. Es ist jedoch wichtig, die Medikation mit therapeutischen Maßnahmen zu kombinieren, um langfristige Verbesserungen in der Beziehung zu erzielen. Medikamente allein lösen keine Beziehungsprobleme, aber sie können dazu beitragen, dass der Alltag weniger belastend ist.“

4. Wie können Paare ihre Beziehung stärken, wenn ADHS im Spiel ist?

*Frage*: Welche Schritte können Paare unternehmen, um ihre Beziehung trotz ADHS zu stärken?
*Dr. Uez*: „Zunächst sollten Paare sich Zeit nehmen, um über die Auswirkungen von ADHS auf ihre Beziehung zu sprechen. Der Austausch über Erwartungen, Bedürfnisse und Herausforderungen ist entscheidend. Zudem kann es hilfreich sein, Aktivitäten zu finden, die beiden Partnern Freude bereiten und ihnen die Möglichkeit geben, gemeinsam positive Erfahrungen zu machen. Struktur und Organisation im Alltag sind ebenfalls sehr wichtig. Ich empfehle oft, To-do-Listen oder Kalender zu nutzen, um den Überblick zu behalten und Stress zu minimieren.“

5. Wie kann der Partner ohne ADHS besser unterstützen?

*Frage*: Was kann der Partner ohne ADHS tun, um die Beziehung zu stärken?
*Dr. Uez*: „Es ist wichtig, dass der Partner ohne ADHS lernt, geduldig und verständnisvoll zu sein. ADHS-Symptome sind nicht absichtlich, und es erfordert Zeit, sich an die Herausforderungen zu gewöhnen. Der Partner kann helfen, indem er Strukturen im Alltag unterstützt und möglicherweise bei der Planung von Aufgaben mithilft. Gleichzeitig sollte er oder sie auf eigene Bedürfnisse achten und sicherstellen, dass die Beziehung auf Augenhöhe bleibt.“

FAZIT

ADHS kann eine Partnerschaft vor besondere Herausforderungen stellen, doch mit Verständnis, Kommunikation und klaren Strukturen lässt sich eine gesunde und stabile Beziehung aufbauen. Wie Dr. Sabine Uez erklärt, ist es wichtig, dass beide Partner sich ihrer Rolle bewusst sind und gemeinsam Strategien entwickeln, um mit den Symptomen umzugehen. Eine professionelle Unterstützung durch Medikation und Therapie kann hierbei ebenfalls wertvolle Dienste leisten.

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